Zahnarzt bohren Nürnberg Zabo

Wissen

Hier finden Sie in unregelmäßigen Abständen Wissenswertes rund um den Zahn und zur Mundhygiene sowie Informationen zu verschiedenen Munderkrankungen und deren Therapie. Bleiben Sie gespannt und schauen Sie wieder vorbei.

Zahnärztin Dr. Alexandra Thaler Nürnberg Schild

Ein frischer Atem und ein gepflegtes Erscheinungsbild ergänzen sich perfekt und garantieren einen bleibenden positiven Eindruck beim Gegenüber

Wer kennt das nicht? Verstohlen und heimlich in die Hand zu atmen um mögliche Gerüche zu erschnuppern? Hat doch jeder schon mal gemacht.

Leider funktioniert das nicht zuverlässig.

Wer seinen eigenen Atem riechen möchte, sollte eine neutrale Plastiktüte (Gefrierbeutel) nehmen, hineinpusten, den Beutel verschließen, damit an die frische Luft gehen und dort - in einer geruchsneutralen Umgebung - daran riechen. Klingt kompliziert. Ist es auch. Am Einfachsten ist es, eine Person Ihres Vertrauens anzuhauchen.

Besser natürlich, man lässt erst erst gar keinen Mundgeruch, auch Halitosis genannt, entstehen.

Halitosis ist der nicht ernährungsbedingte Mundgeruch, der unabhängig vom Genuss stark riechender Lebensmittel (Zwiebel, Knoblauch) und bestimmter Gewürze entsteht.

In mehr als 90% der Fälle sind Bakterien im Mundraum für den schlechten Atem verantwortlich. Eine gründliche Mundpflege ist verständlicherweise unerlässlich, denn Bakterien lagern sich auf der Zunge, am Zahnfleischrand, in tiefen Zahnfleischtaschen und in den Zahnzwischenräumen an. Bei weniger als einem Prozent der Bertoffenen liegt die Ursache für Mundgeruch im Magen-, bei acht bis neun Prozent im Hals-Nasen-Ohren-Bereich.

Was ist zu tun, damit der Atem wieder frisch wird und bleibt?

  1. Zähne gründlich putzen

Zweimal täglich für 3 Minuten, besonders die schwer erreichbaren Stellen (Backenzähne im Unterkiefer an der Zungenseite) nicht außer Acht lassen!

  1. Zungenschaber oder -bürsten

Nicht nur die Zähne, sondern auch die Zunge reinigen! Die Zunge ist durch ihre raue Struktur mit das Hauptreservoir von Bakterien.“ Um den Zungenbelag zu entfernen, eignen sich Zungenschaber, -bürsten oder die Zahnbürste. Das Zunge putzen sollte nach dem Zähneputzen erfolgen. Die Zunge weit herausstrecken, kräftig durch die Nase atmen (minimiert den Würgereiz) und mit dem gewählten Hilfsmittel bürsten.

  1. Interdentalbürsten oder Zahnseide

Ebenso wichtig wie die Reinigung der Zunge ist auch die tägliche Reinigung der Zahnzwischenräume – denn die Borsten der Zahnbürste erreichen nicht den Bereich zwischen den Zähnen. Zahnzwischenraumbürsten gibt es in verschiedenen Formen und Größen. Bei der Auswahl der richtigen Größe(n) berät Sie sicher sehr gern Ihre Zahnarztpraxis. Bei sehr eng stehenden Zähnen empfiehlt sich Zahnseide.

  1. Ölziehen

Ein Hausmittel aus der ayurvedischen Heilkunst ist das Ölziehen . Dafür ein bis zwei Esslöffel neutrales Speiseöl, Olivenöl oder Kokosöl in den Mund nehmen und fünf bis 20 Minuten lang durch die Zähne ziehen und saugen. Anschließend den Mund mit Wasser gründlich ausspülen und die Zähne putzen.

  1. Mundwasser

Mechanisch geht vor chemisch. Spülen alleine reicht nicht, es muss auch mechanisch geputzt werden. Eine milde Variante mit Fluorid wählen. Gibt's auch alkoholfrei.

  1. Kräuter kauen

Um den Atem kurzfristig zu erfrischen hilft es, frische Petersilie, Salbei- oder Minzblätter zu kauen. Auch das Lutschen von Ingwerscheiben hilft kurzfristig.

  1. Viel trinken

Trinken, trinken, trinken – denn auch ein zu trockener Mund kann zu unschönen Gerüchen führen. Am besten eignet sich natürlich Wasser, aber auch verschiedenen Teesorten helfen, den Atem frisch zu halten. So enthalten grüner und schwarzer Tee beispielsweise Polyphenole, die die Bakterien im Mundraum reduzieren. Pfefferminz- und Salbeitee wirken sich durch ihre ätherischen Öle ebenfalls positiv auf die Mundflora aus.

  1. Nach jedem Essen: Klarspülung mit Wasser oder Kaugummi

Hat man nach dem Essen keine Zahnbürste zur Hand, sollte man den Mund auf jeden Fall mit Wasser ausspülen oder zumindest einen zuckerfreien Kaugummi kauen. Beides regt die Speichelbildung an. Speisereste werden aus dem Mundraum entfernt und die Bakterienbildung vermindert.

  1. Den Profi aufsuchen

Wenn alles nichts hilft, sollte man einen Spezialisten aufsuchen. In der Zahnarztpraxis erfolgt eine gründliche Untersuchung um der Ursache für den schlechten Atem auf den Grund zu gehen. Meist hilft eine professionelle Zahnreinigung. Wenn Sie dann noch die Tipps für die richtige Zahn- und Mundpflege umsetzen, ist und bleibt der Atem frisch.